LaufabteilungTeam des TuS Kaan-Marienborn beim SALOMON ZUGSPITZ ULTRTRAIL 2019

24. Juni 20190
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Vom 14. bis 16. Juni 2019 trafen sich 2.500 Läufer zum Zugspitz Ultratrail in Grainau; darunter bei der diesjährigen 9. Auflage des Salomon Zugspitz Ultratrails mit

Lars Staadt, Rainer Weigel, Martin Gaumann, Tanja und Matthias Honig-Heinle, Jutta Arden-Jacob, Niklas Ertel, Peter Nebeling, Yannick Päsler, Alina Weib, Vanessa Günther, Nicolas Riedel und Horst Günther auch 13 Sportler der Laufabteilung des TuS Kaan-Marienborn.

Beim größten Trailrun-Event Deutschlands stehen den Aktiven grundsätzlich folgende fünf Strecken zur Auswahl:

Basetrail: Streckenlänge 25 km / 1.595 Höhenmeter im Aufstieg,

Basetrail XL: Streckenlänge 39 km / 2.003 Höhenmetern im Aufstieg ,

Supertrail: Streckenlänge 63,5 km und 2.984 im Aufstieg,

Supertrail XL: Streckenlänge 82 km / 4.131 im Aufstieg,

Ultratrail: Streckenlänge 102 km / 5.412 Höhenmetern im Aufstieg.

Gestartet wird dabei in jeweils unterschiedlichen Orten und zu versetzten Zeiten, wobei der Zielort bei allen Distanzen im Kurpark in Grainau ist.

Lars und Rainer hatten sich für den Basetrail angemeldet. Alina, Jutta, Niklas, Yannick, Peter und Vanessa wollten beim Basetrail XL starten. Nicolas und Horst zog es zum Supertrail. Matthias, der bereits mehrjährig erfahrene Ultratrailer, der auch bereits mehrmals beim Salomon Zugspitz-Ultratrail dabei war, hatte einen Start über die  Ultra-Distanz vorgesehen. Mit Ausnahme von Matthias, der nahezu schon als Trailrunning-Experte bezeichnet werden kann sowie Nicolas und Horst, die mit der Teilnahme am Röntgenlauf im Herbst vergangenen Jahres zumindest einmal bereits Erfahrungen bei einem Ultratrail über eine Distanz von 63 km sammeln konnten, waren alle anderen Käner Sportler Trailrunning-Neulinge, die beim SALOMON ZUGSPITZ ULTRATRAIL erste Wettkampfluft – und das dann gleich im alpinen Gelände – schnuppern wollten.

Martin Gaumann und Tanja Honig, die ursprünglich auch beim Salomon Zugspitz Ultratrail die Berge „rocken“ wollten, hatten aufgrund Trainingsrückstandes letztlich auf einen Start verzichtet, übernahmen dafür aber in bravouröser Manier am Wettkampftag die Teambetreuung (Anfeuern an der Wettkampfstrecke einschließlich Wettkampffotos, Empfang und Versorgung der Käner Finisher im Ziel einschließlich Finisherfotos).

Mit Ausnahme von Lars, der berufsbedingt und aufgrund von Knieproblemen erst in den letzten beiden Wochen vor dem Sport-Event so richtig ins Training einsteigen konnte, hatten sich die übrigen Läufer des Käner Teams im Vorfeld über mehrere Wochen mit vielen langen und profilierten Trainingsläufen über viele Höhenmeter intensiv und gründlich vorbereitet.

Nach der Registrierung und einem Besuch auf der EXPO stärkte sich das Käner Team am Freitagabend bei der Pasta-Party im Musikpavillon in Grainau. Im Rahmen  des anschließenden Sicherheitsbriefings wurden dann seitens des Veranstalters der Ultratrail und der Supertrail aufgrund der  für den folgenden Wettkampftag für ab abends vorhergesagten Unwetter mit Gewitter, Starkregen und Hagel aus Sicherheitsgründen abgesagt. Den für diese Distanzen angemeldeten Läufern, so auch Matthias Heinle vom Käner Team – blieb somit lediglich noch ein Start beim Supertrail. Im Zusammenhang mit der Unwetterwarnung wurden zudem die Startzeiten für den Basetrail, den Basetrail XL und den Supertrail auf einheitlich 08.00 Uhr vorverlegt.

In diesem Jahr waren die äußeren Bedingungen für alle Teilnehmer vom Start weg bis zum Zieleinlauf bestens: Sonne-Wolken-Mix, nicht zu warm, nicht zu kalt, kein Niederschlag und überwiegend trockene Trails. Gegenüber den Vorhersagen zwar zeitlich etwas verzögert setzten dann in der Nacht zum Sonntag starker Regen und Gewitter ein. Zu dieser Zeit hatten aber alle Läufer das Ziel bereits erreicht und blieben davon unbehelligt.   

Zu den einzelnen Distanzen:

SUPERTRAIL

Der Start des Supertrails, mit dabei Matthias, Nicolas und Horst vom Käner Team, war in Leutasch-Weidach. Gleich nach dem Start in Leutasch-Weidach wurde die Kondition der Teilnehmer am Anstieg zum Scharnitzjoch über knapp 1.000 Höhenmeter gefordert. Dort auf einer Höhe von 2.050 Metern angekommen ging es durch Schneefelder und auf Trails wieder talwärts bis nach Leutasch-Puitbach, wo sich die Läufer an einem ersten Verpflegungspunkt stärken konnten. Auf weiteren spannenden Trails führte die Strecke des Supertrails dann über Mittenwald (Verpflegungspunkt 2) bis zum malerischen Ferchensee (Verpflegungspunkt 3) und weiter über die Elmauer Alm und den Wamberger Rücken bis zur imposanten Partnachklamm und der Partnachalm. Am Verpflegungspunkt bei der Partnachalm hieß es sich noch einmal ausreichend für den anstehenden kräftezehrenden rd. 800 Höhenmeter umfassenden Aufstieg zur Hochalm zu stärken. An der hier eingerichteten vorletzten Verpflegungsstation des Supertrails konnten die Teilnehmer nochmals Flüssigkeit tanken und die Kohlenhydratspeicher füllen, um danach nochmals 300 Höhenmeter bis zu der auf 2030 Meter Höhe gelegenen Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelderkopf zu überwinden. Von hier aus lagen vor den Läufern des Supertrails noch 9,5 überwiegend talwärts bis ins Ziel in Grainau führende Kilometer. Höhepunkt der verbleibenden Distanz war zu die bewältigende Schleife um den Osterfelderkopf, die ab dem höchsten Punkt auf 2030 Metern Höhe sehr aussichtsreich und auf spannenden, alpinen Trails verlief. Letztmals stärken konnten sich die Läufer an der Verpflegungsstation am Einstieg zum Jägersteig, von wo es noch ca. 5 km bis ins Ziel waren. Der Downhill über den Jägersteig konnte durchgängig gelaufen werden, forderte aber aufgrund der nachlassenden Kräfte die volle Konzentration. Der Jägersteig mündete in Hammersbach. Von hier aus hatten die Läufer noch rd. 2 km entlang der Straße bis zum Ziel im Grainauer Muskpavillion zurückzulegen.

Bis zum Verpflegungspunkt auf der Hochalm bei km 52 waren Matthias Heinle, Nicolas und Horst noch gemeinsam unterwegs. Aufgrund von Wadenproblemen verweilte Horst an der hier gelegenen Verpflegungsstation dann aber etwas länger als Matthias und Nicolas und ließ die beiden auf dem letzten Anstieg zur Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelder Kopf ziehen. Dort angekommen konnte Matthias gerade  auch aufgrund seiner mehrjährigen Erfahrung beim Salomon Zugspitz Ultratrail seine besondere Stärke auf den  Downhill-Abschnitten Richtung Ziel voll ausspielen. Nicolas, den Oberschenkelprobleme am schnellen talwärts laufen hinderten, konnte Matthias nun auch nicht mehr folgen.  

Von den Känern Supertrailern erreichte Matthias mit deutlich unter 11 Std. nach 10:36:09 Std. als erster des Käner Trios das Ziel im Kurpark in Grainau. Im Ziel angekommen hatte Matthias ab dem Osterfelder Kopf nach einem bemerkenswerten Husarenritt  auf den letzten 9,5 km talwärts auf Nicolas rd. 15 Minuten an Vorsprung herausgelaufen. Nicolas, mit gerade einmal 20 Jahren der Käner Youngster, finishte nach einem für einen solch jungen Burschen beeindruckenden Rennen und Fight  in hervorragenden 10:51:39 Std.. Auch Horst, der auf den letzten beiden Kilometern von Hammersbach bis zum Ziel in Grainau noch einmal alle Kräfte mobilisierte und alles aus sich herausholte, schaffte es bei seinem ersten alpinen Ultratrail mit einer Endzeit von 10:59:31 noch unter der 11Std.-Schallmauer zu bleiben. Der Sieger des Salomon Zugspitz Ultratrails – Florian Reichert – benötigte für die 63,5 Km lange Distanz 6:04:59 Std.. Schnellste Frau war Magda Laczak aus Polen mit 7:29:29 Std..

BASETRAIL XL

Alina, Jutta, Yannick, Peter, Niklas und Vanessa starteten zum Basetrail XL von Mittenwald aus. Von dort aus führte die Strecke zunächst zum Ferschensee, wo dann die Zusammenführung mit der Strecke des Supertrails erfolgte. Vom Ferschensee aus hatten die Teilnehmer des Basetrail XL daher auch die Partnachklamm, die Partnachalm, die Hochalm und die Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelder Kopf zu passieren und von hier aus talwärts nach Grainau zu laufen, wo dann ebenfalls vor dem Ortseingang Hammersbach der Jägersteig als letzter schwieriger Downhill zu meistern war. Über die Gesamtdistanz von 38,5 km befanden sich vier Verpflegungspunkte, zwei weniger als beim Supertrail.

Ab dem Startschuss liefen Alina, Niklas, Yannick, Peter und Vanessa zunächst gemeinsam los. Jutta war den anderen ab dem Start zunächst immer einige Meter voraus. Zwischen der Elmauer Alm und dem Wamberger Rücken ließen sich Alina, Yannick und Peter dann zurückfallen. Niklas und Vanessa setzten sich ab hier zunehmend von den anderen ab und erreichten noch vor der Verpflegungsstation an der Partnachalm Jutta. Nunmehr die überwiegende Zeit zu Dritt meisterten Jutta, Niklas und Vanessa den steilen Aufstieg von der Partnachalm über die Hochalm zur Bergstation Alpspitzbahn am Osterfelder Kopf. Insbesondere Niklas musste sich beim Aufstieg, angefeuert und motiviert von Jutta und Vanessa sowie Tanja, die sich zum Anfeuern und Fotografieren unterhalb der Hochalm platziert hatte, mächtig ins Zeug legen und etliche innere Schweinehunde bei einer aufkommenden Schwächephase überwinden; was ihm dann auch in beachtlicher Weise gelang. Vor Erreichen der Verpflegungsstation an der Hochalm trennte sich Peter von Alina und Yannick und forcierte das Tempo. Nach Ankunft auf dem höchste Punkt des Basetrail XL an der Bergstation Alpspitzbahn begaben sich Jutta, Niklas und Vanessa dann auf den gemeinsamen Downhill nach Grainau, wo sie dann, erleichtert es nun nach hartem Kampf geschafft zu haben, Arm in Arm und  in jeder Hinsicht berechtigt stolz freudestrahlend zeitgleich in 6:38:24 Std. über die Ziellinie liefen. Und dabei fehlten Jutta letztlich nur 8 Min. auf einen Podestplatz in der Altersklasse Senior Master Women, wo Jutta einen grandiosen vierten Platz belegte.

Hinter dem Trio Jutta, Niklas und Vanessa packte auch Peter nach einem klasse Rennen als vierter Käner im Ziel nach 6:58:57 Std. den anspruchsvollen alpinen Trailrun  unter 7 Std.. Alina und Yannick zeigten während des Basetrail XL gemeinsam ein gutes Standing und waren sich gegenseitig eine Stütze bei Schwächeperioden. Auch Alina und Yannick finishten mit strahlenden Gesichtern gemeinsam in letztlich sehr guten 7:25:25 Std. Beim Bastrail XL siegte bei den Männern der Franzose Pierre-Emmanuel Alexandre in 3:34:09 Std.. Siegreich bei den Frauen war die ehemalige Biathletin Laura Dahlmeier in 4:15.38 Std..

BASETRAIL

Rainer und Lars begaben sich sich auf  den Basetrail. Auf der  Basetrail-Strecke mit 25 km Horizontaldistanz sowie 1595 Höhenmetern im Aufstieg führte die Route gleich nach dem Start direkt im Zentrum von Garmisch- Partenkirchen über den Kochelberg bis zur Partnachalm, wo auf dieser Distanz auch die erste Verpflegungsstelle lag. Ab hier erfolgte der Zusammenschluss mit den anderen Strecken bis ins Ziel nach Grainau.

Rainer und Lars bestritten den Basetrail nahezu von Beginn an getrennt. Rainer hatte sich im Vorfeld trainingsmäßig akribisch und bestens auf dieses Event vorbereitet. Für Lars hingegen,  dem es im krassen Gegensatz zu Rainer an einer systematischen Vorbereitung mangelte und der zudem unter chronischen Knieproblemen leidet, war der Basetrail eher eine Wundertüte. Während Rainer so wie auch die anderen Käner Teilnehmer  auf eine gute körperliche Verfassung bauen konnte, musste sich Lars während des Trails allein auf seine mentalen Stärken, getreu dem Motto „Soweit die Füße tragen“, verlassen. Um es vorwegzunehmen, Lars kam – wenn auch mächtig geschafft und am absoluten Limit – im Ziel in Grainau nach 6.43:13 Std. an. Hier hatten wieder einmal im höchsten Maße Kampfgeist und  Moral das „Fleisch“ sozusagen besiegt. Rainer kam die gute Vorbereitung während des Basetrails zugute. Rainer bewies gerade auch auf dem kraftraubenden Anstieg zum Osterfelder Kopf ein sehr gutes Standing, teilte sich seine Kräfte dabei sehr gut ein und stärkte sich immer wieder an den sich auf dem Weg befindenden Verpflegungspunkten in ausreichendem Maße. Unterm Strich legte Rainer einen absolut perfekten Lauf hin und belohnte sich letztlich mit einer glänzenden Endzeit von 4:54:09 Std. beim Zielenlauf im Grainauer Kurpark für seinen großen Trainingsfleiß in der Vorbereitung. Bei den Männern entschied den Basetrail Sebastian Hallman in 2:23:24 Std. für sich. Schnellste Frau war hier die Ungarin Timea Horvath in 3:30:52 Std..  

Nachdem alle Käner Sportler gesund – wenn auch mit mehr oder weniger schweren Beinen – gefinisht hatten, wurde gemeinsam im Kurpark im Rahmen der Siegerehrung noch abgefeiert. Durchweg alle waren happy, den Strapazen des des SALOMON ZUGSPITZ ULTRATRAIL getrotzt zu haben. Schnell wurde der Entschluss gefasst, sich im kommenden Jahr der Herausforderung dieses Events erneut zu stellen.  

Ergebnisse des Käner Teams beim Salomon Zugspitz Ultratrail 2019  
         
Name Distanz Altersklasse Zeit Platzierung
Matthias Heinle Supertrail Master Men 10:36:06 Std.  96/300
Nikolas Riedel Supertrail Men 10:51:39 Std.  225/432
Horst Günther Supertrail Senior Master Men 10:59:31 Std.  54/184
         
Jutta Jacob Basetrail XL Senior Master Women 6:38:24 Std.  4/31
Niklas Ertel Basetrail XL Men 6:38:24 Std.  164/255
Vanessa Günther Basetrail XL Women 6:38:24 Std.  52/121
Peter Nebeling Basetrail XL Men 6:58:29 Std.  187/255
Alina Weib Basetrail XL Women 7:25:25 Std. 87/121
Yannick Päsler Basetrail XL Men 7:25:25 Std. 212/255
         
Rainer Weigel Basetrail Master Men 4:54:09 Std. 264/434
Lars Staadt Basetrail Master Men 6:43:13 Std. 409/434

 

 

      

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